Karriere
Die Solarenergie ist eine der wichtigsten Zukunftsbranchen – technisch anspruchsvoll und wirtschaftlich stabil. Hier finden Sie alle Informationen zu Berufsfeldern, Einstieg und Arbeitsalltag.
Photovoltaik: Beruf mit Zukunft
In Europa erzeugte Photovoltaik im ersten Quartal 2025 rund 68 TWh Strom – ein Anstieg von 32 % gegenüber dem Vorjahr. Allein Deutschland steigerte seinen Solaranteil auf 11 % des Strommixes, was 12,5 TWh entspricht. Die Branche schafft sichere Arbeitsplätze – insbesondere in Montage, Technik und Projektmanagement – und bietet langfristige Perspektiven. (Quelle: Reuters).
Wer in der Photovoltaik-Branche arbeiten möchte, betritt ein Feld mit Zukunft, Vielfalt und technischem Anspruch.
Berufsfelder in der Photovoltaik
Photovoltaik-Anlagen gibt es in ganz Deutschland - von der günstigen Photovoltaik-Anlage auf dem Einfamilienhaus in Mettendorf über die Photovoltaik-Fassade in Käshofen bis zur Photovoltaik-Freifläche in Bliestorf. Je nach Einsatzort unterscheiden sich Aufgaben, Belastung und Technik. Bei Dachanlagen steht die Montage auf Schrägdächern im Vordergrund, bei Freiflächenprojekten liegt der Fokus auf Reihenmontage und Netzanbindung. Auch gebäudeintegrierte Systeme wie Fassaden-PV gewinnen an Bedeutung – vor allem im städtischen Raum.
Im Bereich Technik und Montage geht es um Befestigungssysteme, Modulausrichtung, Kabelwege und Schutzmaßnahmen. Elektriker kümmern sich um die Verbindung zwischen Wechselrichter, Speicher und Hausanschluss. Andere Fachkräfte sind vom Photovoltaik-Installateur in Goosefeld bis zum Photovoltaik-Monteur in Meckenheim für Wartung, Fehlersuche oder Updates der Anlagensoftware zuständig. Wer diese Arbeiten übernimmt, braucht technisches Verständnis und Präzision.
Abseits der Baustelle arbeiten Fachkräfte in Beratung, Planung oder Projektsteuerung. Auch Einkauf, Logistik und Qualitätskontrolle sind feste Bereiche in PV-Firmen. Wer über technisches Wissen verfügt, kann in die Kundenberatung wechseln oder Schulungen leiten. In der Entwicklung arbeiten Ingenieure an effizienteren Modulen, Speichern und Wechselrichtern – oft in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen wie dem Institut für Solarforschung des DLR.
Einstieg in die Photovoltaik-Branche
Der Einstieg gelingt über zertifizierte Lehrgänge wie die „Grundqualifikation Photovoltaik-Montage“ der IHK. Dieser Kurs vermittelt in wenigen Wochen Arbeitssicherheit, Projektplanung und Montagepraxis auf dem Dach sowie technische Grundlagen. Die Ausbildungsgebühr liegt bei 4.500 € und ist oft mit einem Bildungsgutschein förderfähig.
Wer bereits eine handwerkliche Berufsausbildung absolviert hat, kann die Fortbildung zum Servicetechniker für PV- und Speichertechnik (TÜV) absolvieren. Der Kurs umfasst 16 Unterrichtseinheiten und richtet sich an Elektro- oder SHK-Fachkräfte (Sanitär, Heizung, Klima). Nach Abschluss eröffnen sich Aufgaben in Planung, Installation und Kundenbetreuung.
Studenten oder Berufseinsteiger mit Hintergrund in Elektrotechnik, Mechatronik oder erneuerbaren Energien finden über praktische Kurse, Trainee-Programme oder die Solarcamps einen Einstieg. Diese Formate bieten Praxiserfahrung auf Baustellen und führen oft direkt in feste Stellen oder Weiterqualifikationen.
Arbeitsalltag in einem PV-Betrieb
Ein Arbeitstag beginnt vom PV-Installateur in Maßweiler bis zur Photovoltaik-Firma in Kettenkamp früh: Ab 6:30 Uhr wird im Lager Material geladen – Solarmodule, Schienensystem, Kabel, Werkzeuge. Vor Ort startet der Aufbau mit dem Gerüst. Danach folgt die Montage der Unterkonstruktion und der Module. Auf dem Dach arbeitet das Team parallel zur Elektrofachkraft im Gebäude. Diese installiert Wechselrichter, Speicher und Anschlüsse.
Während der Montage übernimmt der Vorarbeiter die Abstimmung mit dem Kunden. Fragen zum Ablauf, zur Technik oder zum weiteren Vorgehen werden direkt auf der Baustelle besprochen. Bei Regen oder starkem Wind wird die Arbeit unterbrochen. Dann stehen Lagertätigkeiten, Werkzeugwartung oder theoretische Schulungen im Betrieb an. Montage und Büroarbeit wechseln sich nach Wetterlage und Baustellenfortschritt ab.
Gefragt sind handwerkliches Geschick, Sorgfalt und Teamarbeit. Wer zuverlässig arbeitet, kann schnell zum Kolonnenführer aufsteigen. Auch die Anlagenprüfung, Messprotokolle oder Einweisung der Kunden zählen zu den Aufgaben. Wer über eine elektrotechnische Ausbildung verfügt, übernimmt auch die Netzanschlussdokumentation oder koordiniert das Zusammenspiel von PV, Speicher und Wallbox.

